Ein Kraftwerk, in dem Arbeitskörper in einer Flüssigkeit aufsteigen, anschließend wieder absinken und dabei einen Generator antreiben: Das Konzept der Energy Towers Holding AG klingt zunächst erstaunlich einfach. Technisch interessant wird es jedoch dort, wo aus einem bekannten physikalischen Prinzip ein geschlossener, effizienter Maschinenkreislauf werden soll. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob aus einer Idee industrielle Energietechnik werden kann.
Die eigentliche Innovation liegt nicht im Auftrieb. Sie liegt darin, Auftrieb, Druckausgleich, Rückführung und Energiezufuhr zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden.
Energy Towers Holding AG – Das Wichtigste in Kürze
- Auftrieb bewegt die Arbeitskörper
- Abwärme liefert externe Energie
- Zwei Türme bilden den Kreislauf
- Generator wandelt Bewegung in Strom
- KIT modellierte wichtige Teilsysteme
- Prototyp soll Gesamtsystem validieren
Energy Towers beginnt mit einem einfachen physikalischen Prinzip
Wer einen mit Luft gefüllten Gegenstand unter Wasser drückt und loslässt, kennt das Grundprinzip: Der Körper steigt nach oben. Dahinter steckt der archimedische Auftrieb. Ein Körper in einer Flüssigkeit erfährt eine nach oben gerichtete Kraft, die dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Die Energy Towers Holding AG will genau diese Kraft innerhalb einer technischen Anlage nutzen. Das Unternehmen entwickelt ein Kraftwerkskonzept, bei dem Arbeitskörper in flüssigkeitsgefüllten Türmen aufsteigen und ihre Bewegung auf ein mechanisches System übertragen. Über eine Welle und einen Generator soll daraus elektrische Energie entstehen.
Auftrieb selbst ist dabei keine neue Technologie. Die technische Entwicklungsleistung liegt vielmehr darin, aus dem bekannten Effekt einen möglichst kontinuierlichen Kreislauf zu konstruieren. Und genau dort wird es interessant.
Kurz erklärt: Was ist hydrostatischer Auftrieb?
Taucht ein Körper in eine Flüssigkeit ein, wirkt auf ihn eine nach oben gerichtete Kraft. Ist diese Auftriebskraft größer als seine Gewichtskraft, steigt er auf. Das Prinzip ist seit Jahrhunderten bekannt und beispielsweise Grundlage dafür, dass Schiffe schwimmen oder Tauchkörper ihre Position im Wasser verändern können. Energy Towers versucht, diese Kraft nicht nur einmalig, sondern innerhalb eines mechanischen Kreislaufs kontinuierlich nutzbar zu machen.
Ein Aufstieg allein erzeugt noch kein Kraftwerk
Der aufsteigende Arbeitskörper ist nur ein Teil des Systems. Soll eine Anlage kontinuierlich arbeiten, muss ein Arbeitskörper nach seinem Aufstieg wieder an den Ausgangspunkt zurückkehren. Anschließend beginnt der Prozess erneut. Vereinfacht besteht der von Energy Towers beschriebene Kreislauf aus mehreren Schritten:
Der Arbeitskörper wird zunächst in ein unter Druck stehendes System eingebracht. Anschließend steigt er aufgrund des hydrostatischen Auftriebs innerhalb einer Flüssigkeitssäule nach oben und bewegt dabei eine gekoppelte Kette. Oben angekommen, wird der Arbeitskörper auf ein zweites mechanisches System übergeben. Dort sinkt er aufgrund seines Eigengewichts wieder nach unten. Die entstehende kontinuierliche Bewegung treibt eine Welle an. Ein Generator soll daraus elektrischen Strom erzeugen.
Damit unterscheidet sich das Konzept von Windkraft- oder Solaranlagen. Nicht Wind oder Sonnenstrahlung bewegen unmittelbar einen Generator. Bei Energy Towers wird zunächst thermische beziehungsweise andere externe Energie in einen mechanischen Kreislauf eingebracht.
Wo kommt die Energie tatsächlich her?
Das ist die wichtigste Frage, wenn man die Technologie verstehen will. Energy Towers ist kein System, das ohne externe Energiezufuhr arbeitet. Das Unternehmen stellt selbst ausdrücklich klar, dass es sich nicht um ein Perpetuum Mobile handelt. Für das Einbringen der Arbeitskörper in das Drucksystem wird Energie benötigt.
Als eine besonders interessante Quelle nennt Energy Towers industrielle Abwärme. Darüber hinaus beschreibt das Unternehmen auch Geothermie, Biogas, Biomasse, Prozesswärme oder Wasserkraft als mögliche Energiequellen. Damit lässt sich die Technologie besser einordnen:
Energy Towers versucht nicht, Energie aus Auftrieb zu „erschaffen“. Das Konzept soll vielmehr vorhandene Energie in einen mechanischen Prozess überführen und anschließend in elektrische Energie umwandeln.
Die entscheidende technische Frage lautet deshalb nicht:
Entsteht beim Aufsteigen eines Körpers eine Kraft?
Das ist physikalisch eindeutig.
Die entscheidende Frage lautet:
Wie effizient lässt sich der gesamte Kreislauf einschließlich Druckaufbau, Einschleusung, Rückführung, Mechanik und Generator betreiben?
Warum zwei Türme eine wichtige Rolle spielen
Ein wesentlicher Teil des Konzepts besteht aus zwei miteinander verbundenen Flüssigkeitssäulen. Das hat einen technischen Hintergrund. In einer hohen Flüssigkeitssäule steigt der hydrostatische Druck mit zunehmender Tiefe. Einen Arbeitskörper am unteren Ende in ein solches System einzubringen, erfordert deshalb eine technische Lösung. Energy Towers beschreibt hierfür ein Zwei-Turm-System mit miteinander kommunizierenden Flüssigkeitssäulen. Durch die Verbindung der beiden Türme sollen Druck- und Volumenveränderungen innerhalb des Systems ausgeglichen werden.
Die Konstruktion soll damit einen der entscheidenden Punkte eines Auftriebskraftwerks adressieren: den Energieaufwand, der notwendig ist, um die Arbeitskörper immer wieder in den unter Druck stehenden Bereich einzuschleusen.
Kurz erklärt: Kommunizierende Flüssigkeitssäulen
Sind zwei mit derselben Flüssigkeit gefüllte Behälter miteinander verbunden, gleichen sich Flüssigkeitsstände und Druckverhältnisse entsprechend den physikalischen Bedingungen aus. Dieses Prinzip nutzt Energy Towers innerhalb seiner Zwei-Turm-Konstruktion. Entscheidend ist dabei nicht allein der Auftrieb, sondern die kontrollierte Bewegung von Flüssigkeit, Arbeitskörpern und Druck innerhalb des Gesamtsystems.
Wärme wird zur Antriebsenergie des Kreislaufs
Besonders relevant wird das Konzept dort, wo Wärme ohnehin vorhanden ist. Industrieanlagen produzieren große Mengen Abwärme. Je nach Temperaturniveau lässt sich diese unmittelbar weiterverwenden, in Wärmenetze einspeisen oder über geeignete Technologien energetisch nutzen. Energy Towers will einen Teil solcher bisher nicht oder nur eingeschränkt nutzbaren Wärmeenergie für den Antrieb des Systems verwenden.
Damit verändert sich auch die Perspektive auf die Technologie. Energy Towers wäre bei erfolgreicher technischer Umsetzung weniger eine Konkurrenz zu Windkraft und Photovoltaik als eine Technologie zur Umwandlung bereits vorhandener Energiequellen.
Ein Stahlwerk, eine chemische Anlage, eine Müllverbrennungsanlage oder ein anderer Industriebetrieb könnte damit theoretisch Energie nutzen, die ansonsten teilweise als Wärme an die Umgebung abgegeben würde. Die Attraktivität des Systems hinge dabei allerdings stark von Temperatur, verfügbarem Wärmestrom, Anlagengröße, Wirkungsgrad und Investitionskosten ab.
KIT-Berechnungen begleiten die technische Entwicklung
Ein wichtiger Bestandteil der technischen Entwicklung von Energy Towers sind Berechnungen und Modellierungen einzelner Systembereiche. Im Mai 2026 veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse von Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie beziehungsweise der KIT Campus Transfer GmbH. Dabei wurden zwei wesentliche Teilsysteme betrachtet: das hydraulische System und der Turm. Für das hydraulische System wurde ein modellierter Wirkungsgrad von rund 68 Prozent ermittelt. Für den Turm wurden unter geeigneten Betriebsparametern Werte von bis zu 87 Prozent berechnet.
Die Ergebnisse liefern damit wichtige technische Grundlagen für die weitere Auslegung des Energy-Towers-Systems. Sie zeigen, welche Wirkungsgrade innerhalb der untersuchten Teilsysteme unter den zugrunde gelegten Modellannahmen erreichbar sind und schaffen eine Grundlage für die weitere Optimierung der einzelnen Komponenten.
Mit dem geplanten Prototyp folgt nun der nächste Entwicklungsschritt. Dabei werden die bislang untersuchten und berechneten Teilsysteme zu einer vollständigen Anlage zusammengeführt. Die daraus gewonnenen Betriebsdaten können anschließend genutzt werden, um das Zusammenspiel der Komponenten weiter zu optimieren und die technische Auslegung für unterschiedliche Einsatzbereiche weiterzuentwickeln.
Die KIT-Berechnungen bilden damit einen wichtigen Baustein auf dem Weg von der technischen Modellierung zur praktischen Umsetzung des Energy-Towers-Konzepts.
Kurz erklärt: Komponentenwirkungsgrad ist nicht Gesamtwirkungsgrad
Eine Maschine kann aus mehreren Komponenten bestehen, die jeweils hohe Wirkungsgrade besitzen. Trotzdem ist der Wirkungsgrad des Gesamtsystems niedriger, weil bei jedem Umwandlungsschritt Verluste entstehen. Bei Energy Towers müssen unter anderem Energiezufuhr, Hydraulik, Mechanik, Schleusen, Kettenantrieb, Generator und weitere Nebenaggregate gemeinsam betrachtet werden. Erst Messungen am vollständigen System können deshalb zeigen, wie effizient die Anlage insgesamt arbeitet.
Genau deshalb ist der Prototyp so wichtig
Der entscheidende Entwicklungsschritt bei Energy Towers ist nicht eine weitere Simulation, sondern die Integration aller Komponenten. Nach aktuellen Angaben des Unternehmens soll ein vollständiger Prototyp in Deutschland aufgebaut und bis Ende 2027 in Betrieb genommen werden. Dafür kalkuliert Energy Towers derzeit mit Investitionen von etwa sechs bis acht Millionen Euro.Ein solcher Prototyp muss mehr leisten als zeigen, dass sich Arbeitskörper in einer Flüssigkeit bewegen. Er muss das Zusammenspiel des gesamten Systems unter realen Bedingungen nachweisen.
Dazu gehören unter anderem:
Drucksystem:
Wie viel Energie benötigt die kontinuierliche Einschleusung der Arbeitskörper?
Hydraulik:
Wie effizient lassen sich Flüssigkeitsbewegungen und Druckverhältnisse steuern?
Mechanik:
Welche Verluste entstehen an Ketten, Lagern, Wellen und Übergabepunkten?
Generator:
Wie effizient wird die mechanische Bewegung in elektrische Energie umgewandelt?
Steuerung:
Wie stabil lässt sich das System bei unterschiedlichen Leistungen betreiben?
Dauerbetrieb:
Wie verändern Verschleiß, Wartung und Materialbelastung die Leistung über längere Zeit?
Erst wenn diese Komponenten zusammenarbeiten, wird aus mehreren technisch nachvollziehbaren Teilprozessen ein Kraftwerk.
Von der technischen Entwicklung zur Systemintegration
Energy Towers befindet sich an einem typischen Punkt in der Entwicklung neuer Technologien: Einzelne Komponenten, technische Berechnungen und Schutzrechte bilden die Grundlage, auf der das vollständige System weiterentwickelt wird. Das Unternehmen verfügt über ein patentiertes Verfahren beziehungsweise eine entsprechende Vorrichtung zur Energiegewinnung. Die zugrunde liegenden Schutzrechte wurden in die Holding eingebracht; dokumentiert ist unter anderem die internationale Patentanmeldung WO 2016/150412.
Mit der weiteren Entwicklung rückt nun die Systemintegration stärker in den Mittelpunkt. Dabei werden die bislang entwickelten technischen Elemente zu einer vollständigen Anlage zusammengeführt und aufeinander abgestimmt. Gerade diese Integration ist für die nächste Entwicklungsphase von zentraler Bedeutung. Hydraulik, Drucktechnik, Mechanik, Steuerung und Energieumwandlung werden dabei als Gesamtsystem betrachtet und für den späteren praktischen Einsatz weiter ausgelegt.
Damit entsteht Schritt für Schritt der Übergang von der technischen Konstruktion zur industriellen Anwendung. Der geplante Prototyp soll diesen Entwicklungsweg fortführen und die Grundlage für weitere Optimierungen, unterschiedliche Leistungsgrößen und spätere Einsatzmodelle schaffen.
Was Skalierung bei einem Energy Tower bedeutet
Energy Towers beschreibt das Konzept als modular. Nach Unternehmensangaben sollen einzelne Anlagen Leistungen von etwa 100 Kilowatt bis zu fünf Megawatt erreichen können. Mehrere Einheiten könnten anschließend miteinander kombiniert werden. Technisch ist diese Modularität interessant, weil unterschiedliche Standorte sehr unterschiedliche Energiemengen bereitstellen.
Eine kleinere industrielle Wärmequelle benötigt ein anderes System als ein großer Produktionsstandort mit kontinuierlich verfügbarem Wärmestrom. Modulare Systeme könnten theoretisch an solche Bedingungen angepasst werden.
Ein Kraftwerk zwischen Maschinenbau und Thermodynamik
Gerade diese Verbindung macht Energy Towers technisch interessant. Das System ist keine einzelne neue Maschine. Es kombiniert unterschiedliche Disziplinen:
- klassische Mechanik,
- Hydraulik,
- Thermodynamik,
- Drucktechnik,
- Generatorentechnik,
- Mess- und Regeltechnik,
- Softwaresteuerung.
Die eigentliche Entwicklungsleistung besteht damit in den Schnittstellen.
Die nächsten technischen Entwicklungsziele
Mit der weiteren Entwicklung des Energy-Towers-Systems rücken nun vor allem die praktische Auslegung und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten in den Mittelpunkt. Die physikalischen Grundlagen des Konzepts sind bekannt. Der nächste Schritt besteht deshalb darin, die bereits entwickelten und berechneten Systembereiche in einer vollständigen Anlage zusammenzuführen und daraus zusätzliche Betriebsdaten zu gewinnen.
Besonders relevant sind dabei fünf technische Bereiche:
1. Nettoenergie
Die Betriebsdaten sollen zeigen, welche elektrische Nettoenergie das Gesamtsystem nach Berücksichtigung des eigenen Energiebedarfs bereitstellen kann.
2. Gesamtwirkungsgrad
Mit dem vollständigen System lässt sich die Effizienz der gesamten Energieumwandlung über alle Komponenten hinweg erfassen.
3. Dauerbetrieb
Der Prototyp ermöglicht es, das Verhalten der Anlage über längere Betriebszeiten zu beobachten und daraus Erkenntnisse für Materialauslegung, Wartung und Systemoptimierung abzuleiten.
4. Investitionskosten
Mit der konkreten technischen Auslegung entstehen zugleich belastbarere Grundlagen für die Kalkulation zukünftiger Anlagen und unterschiedlicher Leistungsgrößen.
5. Skalierbarkeit
Die gewonnenen Daten können genutzt werden, um das modulare Konzept weiterzuentwickeln und auf größere Leistungsklassen sowie unterschiedliche industrielle Einsatzbereiche zu übertragen.
Diese Punkte gehören zum üblichen Entwicklungsweg neuer Energie- und Maschinentechnologien. Auf Berechnung und Engineering folgen Systemintegration, Prototyp, Betriebsdaten und anschließend die weitere industrielle Skalierung. Für Energy Towers beginnt damit die Phase, in der die bisherige Entwicklungsarbeit in eine vollständige Anlage überführt und die Grundlage für weitere Anwendungen geschaffen wird.
Warum Abwärme dem Konzept eine reale Anwendung gibt
Eine neue Energietechnologie braucht nicht nur eine funktionierende Maschine. Sie braucht ein Problem, das groß genug ist, um den Einsatz wirtschaftlich interessant zu machen. Dieses Problem existiert bei industrieller Abwärme tatsächlich. Produktionsanlagen erzeugen Wärme, die häufig nur teilweise weiterverwendet werden kann. Gleichzeitig benötigen dieselben Unternehmen große Mengen elektrischer Energie. Eine Technologie, die bislang schlecht nutzbare Wärme in zusätzliche Elektrizität umwandeln könnte, würde deshalb an einer konkreten industriellen Schnittstelle ansetzen.
Der nächste Schritt entscheidet mehr als die nächste Ankündigung
Energy Towers befindet sich damit an einem interessanten Punkt. Das physikalische Grundprinzip ist bekannt. Das Unternehmen hat eine technische Architektur entwickelt und schützen lassen. Teilsysteme wurden modelliert und berechnet. Nun soll daraus ein vollständiges System entstehen. Für die weitere Einordnung braucht es deshalb mehr Messwerte. Wie viel Energie wird tatsächlich zugeführt? Wie hoch ist die Nettoleistung? Wie verhält sich das System im Dauerbetrieb? Wie hoch sind Wartungsaufwand und Investitionskosten?
Genau diese Daten kann ein industrieller Prototyp liefern. Für Energy Towers beginnt damit die wahrscheinlich interessanteste Phase der bisherigen Entwicklung. Denn eine gute Technologiegeschichte endet nicht bei einer Idee. Sie beginnt dort, wo sich die Idee messen lässt.
Wie funktionieren Energy Towers?
Arbeitskörper werden in ein unter Druck stehendes, flüssigkeitsgefülltes System eingebracht. Durch hydrostatischen Auftrieb steigen sie nach oben und bewegen eine mechanische Kette. Anschließend werden sie auf eine Abtriebskette übergeben und sinken durch ihr Eigengewicht wieder nach unten. Ein Generator wandelt die mechanische Bewegung in elektrische Energie um.
Woher bekommt das System seine Energie?
Für den Betrieb wird externe Energie benötigt. Energy Towers nennt insbesondere industrielle Abwärme, daneben unter anderem Geothermie, Biogas und weitere Energiequellen.
Ist Energy Towers ein Perpetuum Mobile?
Nein. Energy Towers weist selbst darauf hin, dass das System Energiezufuhr benötigt. Auftrieb und Schwerkraft sind Bestandteile des mechanischen Kreislaufs, ersetzen aber nicht die notwendige Energiezufuhr.
Was hat das KIT untersucht?
Nach Angaben von Energy Towers wurden zwei Teilsysteme modelliert: das hydraulische System sowie der Turm. Die veröffentlichten Werte sind erste Abschätzungen und kein gemessener Wirkungsgrad einer vollständigen kommerziellen Anlage.
Gibt es bereits einen vollständigen industriellen Prototyp?
Nach den aktuell veröffentlichten Unternehmensangaben soll ein Prototyp mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund sechs bis acht Millionen Euro bis Ende 2027 in Deutschland aufgebaut und in Betrieb genommen werden.
Ist die Energy-Towers-Technologie patentiert?
Für das Verfahren und die Vorrichtung sind Patentrechte dokumentiert. Öffentlich genannt wird unter anderem die internationale Veröffentlichung WO 2016/150412.
Quellen
- ENERGY TOWERS Holding AG: FAQ und Beschreibung der Funktionsweise, Abruf 25.09.2026.
- ENERGY TOWERS Holding AG: KIT-Berechnungen zur Technologie, veröffentlicht 06.05.2026, Abruf 25.09.2026.
- ENERGY TOWERS: Unternehmens- und Technologiebeschreibung, Abruf 25.09.2026.
- Bekanntmachung zur Übertragung der Patentrechte an die Energy Towers Holding AG, Abruf 25.09.2026.
Redaktioneller Hinweis
Dieser Beitrag ordnet die öffentlich dokumentierte Technologie und den Entwicklungsstand der Energy Towers Holding AG zum 25. September 2026 ein. Angaben zu geplanten Leistungen, Wirkungsgraden, Einsatzmöglichkeiten, Skalierung und zukünftigen Anlagen beruhen teilweise auf Unternehmensangaben und Modellrechnungen. Ein vollständiger industrieller Prototyp mit veröffentlichten Langzeit-Betriebsdaten steht nach dem derzeit dokumentierten Entwicklungsstand noch aus. Der Beitrag stellt keine technische Zertifizierung, Anlageberatung oder Aufforderung zum Erwerb von Wertpapieren dar.
