Faktencheck SCOREDEX: Wie Unternehmen heute wirklich neutral und unabhängig geprüft werden

Faktencheck SCOREDEX: Wie Unternehmen heute wirklich neutral und unabhängig geprüft werden

Faktencheck SCOREDEX – In Zeiten von Fake-Reviews, undurchsichtigen Geschäftsmodellen und aggressivem Online-Marketing wird es für Anleger und Kunden immer schwieriger, seriöse Anbieter zu erkennen. Ein SCOREDEX-Faktencheck liefert eine neutrale, faktenbasierte Analyse und hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen.

Was ist ein SCOREDEX‑Faktencheck?

Ein SCOREDEX‑Faktencheck ist eine neutrale, journalistisch aufbereitete Analyse, die Unternehmen auf Basis ausschließlich öffentlicher und seriöser Quellen durchleuchtet. Ziel ist nicht Werbung, sondern eine möglichst objektive, nachvollziehbar belegte Informationsgrundlage für Investoren, Verbraucher, Journalisten und Geschäftspartner.

Faktencheck SCOREDEX: Dabei werden unter anderem folgende Aspekte betrachtet:

  • Rechtsform, Gründungshistorie und Registereinträge eines Unternehmens

  • Bonität und wirtschaftliches Umfeld (z.B. Auskunfteien wie Creditreform)

  • Geschäftsführung, Eigentümerstruktur und Hintergrund der handelnden Personen

  • mediale Berichterstattung, Bewertungen und öffentliche Kritik

  • digitale Spuren wie Website, Social‑Media‑Profile und Branchenverzeichnisse

Wichtig: Der Faktencheck selbst ist kein Rating, keine Rechtsberatung und ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Er dient als strukturierte Faktenbasis, auf der sich jeder Nutzer ein eigenes Urteil bilden kann.

Faktencheck SCOREDEX

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Warum ein SCOREDEX‑Faktencheck heute unverzichtbar ist

Mit jedem Jahr steigt die Zahl der Angebote im Finanz‑, Immobilien‑ und Beteiligungsmarkt, die für Laien nur schwer einzuschätzen sind. Gleichzeitig haben sich irreführende Versprechen, bezahlte Pseudo‑Testsiegel und manipulierte Bewertungen zu einem echten Risiko für Verbraucher entwickelt.

Ein unabhängiger Faktencheck bringt hier gleich mehrere Vorteile:

  • Schutz vor Fehlinvestitionen: Frühzeitige Identifikation von Warnsignalen, Unklarheiten oder negativen Auffälligkeiten.

  • Zeitersparnis: SCOREDEX bündelt Informationen aus Registern, Auskunfteien, Medien und digitalen Quellen, die einzelne Nutzer sonst mühsam zusammensuchen müssten.

  • Transparenz statt Marketing: Die Darstellung folgt journalistischen Standards, nicht den Interessen des geprüften Unternehmens.

  • Bessere Entscheidungsgrundlagen: Anleger, Kunden und Geschäftspartner erkennen schneller, ob ein Angebot plausibel und professionell aufgestellt ist.

Für seriöse Unternehmen bedeutet das umgekehrt: Wer einen Faktencheck besteht und sich transparent präsentiert, grenzt sich deutlich von Mitbewerbern mit intransparenten Strukturen ab.

Wie läuft ein SCOREDEX‑Faktencheck konkret ab?

Der SCOREDEX‑Faktencheck verbindet algorithmische Auswertung mit redaktioneller Einordnung. So entsteht eine sorgfältige Mischung aus KI‑Unterstützung und menschlicher Expertise.

1. Datensammlung aus neutralen Quellen

Zunächst werden systematisch Daten aus öffentlich zugänglichen und neutralen Quellen zusammengetragen. Dazu zählen unter anderem:

  • Handels‑ und Unternehmensregister (z.B. Webvalid, CompanyHouse)

  • wirtschaftliche Auskunfteien (z.B. Creditreform)

  • Aufsichtsbehörden und Warnlisten (z.B. BaFin‑Meldungen)

  • Branchenverzeichnisse, Verbandslisten und Transparenzregister

  • Presseberichte, Fachmedien und allgemeine Online‑Berichterstattung

  • Unternehmenswebseiten und Social‑Media‑Profile

Eine KI‑gestützte Recherche hilft dabei, relevante Dokumente, Verknüpfungen und Auffälligkeiten zu identifizieren und strukturiert zu ordnen.

2. Prüfung, Validierung und Einordnung

Im zweiten Schritt überführt die Redaktion die gesammelten Daten in einen strukturierten Faktencheck‑Bericht.

  • Fakten werden von Eigenangaben klar getrennt.

  • Widersprüche, Lücken oder offene Fragen werden explizit gekennzeichnet.

  • Jede wesentliche Aussage erhält eine Quellenangabe, häufig mit zahlreichen Inline‑Links.

Dadurch ist jederzeit nachvollziehbar, woher eine Information stammt und auf welcher Grundlage sie bewertet wurde.

3. Strukturierte Darstellung der Ergebnisse

Die Ergebnisse werden verständlich aufbereitet und öffentlich zugänglich gemacht. Typische Elemente eines SCOREDEX‑Faktenchecks sind:

  • Übersicht zu Unternehmensprofil, Rechtsform und Standort

  • Angaben zu Geschäftsführung, Eigentümern und relevanten Beteiligungen

  • Angaben zu Bonität, Kapitalstruktur und Risikofaktoren

  • Darstellung von Kritikpunkten, Beschwerden oder Auffälligkeiten in Medien

  • tabellarische Übersicht wichtiger Kennzahlen und Eckdaten

Die Berichte sind datiert und werden bei neuen Erkenntnissen aktualisiert. Unternehmen können sachliche Fehler oder neue Dokumente melden, sodass der Faktencheck – im Sinne der Transparenz – jederzeit angepasst und ergänzt werden kann.

Abgrenzung zu klassischen Faktencheck‑Portalen (CORRECTIV, dpa & Co.)

SCOREDEX unterscheidet sich bewusst von politischen oder gesellschaftlichen Faktencheck‑Portalen wie CORRECTIV oder den Faktenchecks von Nachrichtenagenturen.

  • Fokus auf Unternehmen: Es geht um wirtschaftliche Sachverhalte, Unternehmensstrukturen und Angebote – nicht um politische Aussagen.

  • Kein „wahr/falsch“‑Label: SCOREDEX kategorisiert Aussagen nicht in starre Schubladen, sondern stellt geprüfte Fakten und offene Punkte dar.

  • Kombination aus KI und redaktioneller Analyse: Algorithmen unterstützen die Recherche, die finale Bewertung und Strukturierung übernehmen erfahrene Redakteure.

Damit positioniert sich SCOREDEX als spezialisiertes Transparenz‑ und Informationsportal für Unternehmen, Investoren und Verbraucher im wirtschaftlichen Umfeld.

Faktencheck SCOREDEX – Welche Unternehmen werden geprüft?

SCOREDEX konzentriert sich auf Unternehmen und Anbieter, bei denen Informationsbedarf und potenzielle Risiken besonders hoch sind.

Dazu zählen unter anderem:

  • Finanzdienstleister, Anlage‑ und Beteiligungsmodelle

  • Immobilien‑ und Projektentwickler

  • Vermittler, Maklerpools und Vertriebsorganisationen

  • Anbieter von Kapitalanlagen, Crowd‑Investments und alternativen Investments

  • wachstumsstarke Unternehmen mit intensivem Marketing oder kritischer Berichterstattung

Unternehmen können sich aktiv um einen Faktencheck bemühen oder werden – insbesondere bei großem öffentlichen Interesse – von SCOREDEX ausgewählt und überprüft.

Faktencheck SCOREDEX – Vorteile für Nutzer

Für Verbraucher, Anleger und Geschäftspartner bietet ein SCOREDEX‑Faktencheck eine Reihe von konkreten Vorteilen.

  • Mehr Sicherheit: Wer vor Vertragsabschluss prüft, kann Risiken und mögliche Warnsignale wesentlich besser einschätzen.

  • Bessere Vergleichbarkeit: Faktenchecks zu unterschiedlichen Anbietern ermöglichen einen transparenten Vergleich.

  • Gesparte Zeit: Statt selbst mühsam Register, Auskunfteien und Medienbeiträge zu recherchieren, erhalten Nutzer eine strukturierte Übersicht.

  • Schutz vor Marketing‑Fassaden: SCOREDEX arbeitet neutral und offenlegungspflichtig – eine werbliche Einflussnahme auf die Recherche ist ausgeschlossen.

Insgesamt reduziert ein SCOREDEX‑Faktencheck das Risiko, auf glänzende Versprechen hereinzufallen, hinter denen sich unklare Strukturen oder erhebliche Risiken verbergen.

SCOREDEX bietet Chancen und Nutzen für Unternehmen

Auch für Unternehmen ist ein transparenter Faktencheck ein strategischer Vorteil.

  • Vertrauensaufbau: Ein nachvollziehbarer Faktencheck signalisiert Offenheit und stärkt die Glaubwürdigkeit.

  • Lead‑Magnet: Ein neutrales, gut sichtbares Profil auf einer etablierten Plattform kann qualifizierte Anfragen und neue Kundenkontakte unterstützen.

  • Stärken‑Schwächen‑Analyse: Unternehmen erkennen, wo in Bezug auf Transparenz, Dokumentation und Kommunikation noch Nachholbedarf besteht.

  • Schutz vor unberechtigten Vorwürfen: Wer seine Strukturen offenlegt, kann unbegründete Pauschalverdächtigungen besser entkräften und Diskussionen auf eine sachliche Basis zurückführen.

Viele Unternehmen nutzen SCOREDEX zudem im Rahmen ihrer Kommunikations‑, Compliance‑ oder Investor‑Relations‑Strategie als zusätzliche externe Referenz.

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Vom Faktencheck SCOREDEX zum Gütesiegel: Die vertiefte Seriositätsprüfung

Der SCOREDEX‑Faktencheck ist die faktenbasierte Grundlage. Auf Wunsch kann darauf aufbauend eine weitergehende, kostenpflichtige Seriositätsprüfung durchgeführt werden, die in einem Gütesiegel mündet.

Was wird bei der Seriositätsprüfung geprüft?

Im Rahmen dieser vertieften Prüfung werden deutlich mehr Informationen abgefragt und belegt. Dazu zählen etwa:

  • detaillierte Bonitäts‑ und Finanzinformationen

  • Eigentümer‑ und Beteiligungsstrukturen einschließlich wirtschaftlich Berechtigter

  • Referenzen, Track‑Record und Projekt‑Historie

  • interne Prozesse, Dokumentation und Compliance‑Strukturen

  • Qualifikation, Erfahrung und Umfeld der Entscheidungsträger

Auf Basis dieser Informationen werden ein Seriositäts‑Score und eine Transparenzquote ermittelt, die das Risiko‑ und Offenlegungsprofil des Unternehmens abbilden.

SCOREDEX‑Gütesiegel und Scoring

Erreicht ein Unternehmen mindestens ein befriedigendes Ergebnis, kann es ein SCOREDEX‑Qualitätssiegel bzw. Gütesiegel erhalten, das die geprüfte Seriosität und Transparenz nach außen sichtbar macht.

  • Der Seriositäts‑Score wird üblicherweise als Punktwert (z.B. 0–1000 Punkte) ausgewiesen.

  • Die Transparenzquote zeigt in Prozent, wie offen und umfassend ein Unternehmen Informationen bereitstellt.

  • Beide Kennzahlen werden laufend überwacht und aktualisiert, wenn neue Erkenntnisse vorliegen.

Gerade im Vertrieb oder bei größeren Investitionsentscheidungen kann ein solches externes Siegel ein entscheidender Vertrauensfaktor sein.

Methodik: So arbeitet SCOREDEX im Detail

Um Neutralität und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen, folgt SCOREDEX einem strukturierten Vorgehen.

  1. Quellen sammeln: Öffentliche Register, Auskunfteien, Medien, digitale Profile.

  2. Validierung: Abgleich, Plausibilitätsprüfung und Aktualitätscheck.

  3. Bewertung: Trennung von Fakten, Fremdbewertungen und Eigenangaben.

  4. Dokumentation: Erstellung des Faktenchecks mit umfangreichen Inline‑Quellen.

  5. Veröffentlichung: Bereitstellung auf der Plattform inklusive Datumsangabe.

  6. Monitoring: Fortlaufende Aktualisierung bei neuen Fakten oder Dokumenten.

So entsteht ein digitales Transparenzregister, das Unternehmen strukturiert abbildet und Nutzern jederzeit zugänglich ist.

FAQ: Häufige Fragen zum Faktencheck SCOREDEX

Ist ein SCOREDEX‑Faktencheck kostenpflichtig?
Der grundlegende Faktencheck basiert auf öffentlichen Quellen und wird in der Regel redaktionell erstellt; eine erweiterte Seriositätsprüfung mit Gütesiegel ist dagegen kostenpflichtig. Sie haben Interesse? Senden Sie eine Mail an: mh@scoredex.com

Ist SCOREDEX wirklich unabhängig?
SCOREDEX finanziert sich durch Gebühren von Nutzern und Unternehmen, bleibt aber bei der Recherche neutral, da die Prüfung auf dokumentierten Fakten und offenen Quellen beruht.

Kann ein Unternehmen Einfluss auf den Inhalt nehmen?
Unternehmen können sachliche Fehler melden und Unterlagen nachreichen, haben jedoch keinen Anspruch auf eine bestimmte Bewertung oder Darstellung.

Ersetzt ein SCOREDEX‑Faktencheck eine eigene Prüfung?
Nein, der Faktencheck bietet eine fundierte Grundlage und ersetzt weder rechtliche Beratung noch eine individuelle Anlageentscheidung.

Neues Rechtsgutachten stärkt Unabhängigkeit des Maklers

Neues Rechtsgutachten stärkt Unabhängigkeit des Maklers

Die Rolle des Versicherungsmaklers steht seit einiger Zeit im Fadenkreuz juristischer Diskussionen, insbesondere in Bezug auf seine Unabhängigkeit bei der Beratung von Kunden. Ein neues Rechtsgutachten des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) beleuchtet diese Debatte detailliert und stärkt die Position der Makler als unabhängige Sachwalter der Kundeninteressen trotz der üblichen Provisionsvergütung. Die Diskussion ist vor allem vor dem Hintergrund der EU-Kleinanlegerstrategie und der Verbraucherschutzvorgaben relevant, die den Markt für Versicherungsvermittlung und -beratung neu ordnen wollen. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen Makler ihre Beratungsleistungen als „unabhängig“ bezeichnen dürfen.

Neues Rechtsgutachten – Fünf zentrale Punkte zum Thema

  • Unabhängigkeit trotz Provisionsvergütung möglich

  • Klare Abgrenzung zu Versicherungsberatern

  • Rechtssicherheit durch neues Rechtsgutachten

  • Verbraucherschutz und Kundeninteressen im Fokus

  • Fortdauernde Rechtsstreitigkeiten und Klärungsbedarf

SQUAREVEST Agency

Bedeutung der Unabhängigkeit des Maklers

Die Unabhängigkeit von Versicherungsmaklern ist ein zentrales Qualitätsmerkmal gegenüber Kunden. Sie steht für eine objektive und umfassende Beratung, bei der das Interesse des Kunden über monetären Anreizen steht. Doch die Praxis zeigt, dass viele Makler ihre Vergütung durch Provisionen der Versicherer erhalten, was für viele Verbraucherschützer eine finanzielle Abhängigkeit bedeutet und somit Zweifel an der Unabhängigkeit nährt. In jüngster Zeit führten diese Zweifel zu Abmahnungen durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), welche Makler daran hindern sollen, sich als „unabhängig“ zu bezeichnen. Dagegen wendet sich nun ein neues Rechtsgutachten, das die Auffassung vertritt, dass ein Versicherungsmakler nach geltendem Recht aus seiner gesetzlichen Sachwalterpflicht verpflichtet ist, unabhängig zu beraten – auch wenn er provisionsbasiert vergütet wird.

Neues Rechtsgutachten – Hintergrund zur Rechtslage und aktuelle Debatte

Versicherungsmakler und Versicherungsberater sind zwei unterschiedliche Berufsprofile im deutschen Versicherungsvertrieb, die das Gesetz (§ 34d GewO) klar trennt. Während ein Versicherungsberater seine Vergütung ausschließlich vom Kunden erhält und somit unbestreitbar unabhängig ist, bekommt ein Makler seine Provision vom Versicherer. Hieraus leitet der Verbraucherzentrale Bundesverband ab, dass Makler nicht unabhängig beraten können und daher diese Bezeichnung im Marketing unzulässig ist. Diverse Gerichtsurteile fielen hierzu unterschiedlich aus: Das Landgericht Köln beurteilte Werbung mit „unabhängig“ als irreführend, während das Landgericht Leipzig (Az. 05 O 1092/24) Maklern erlaubte, sich unabhängig zu nennen, sofern die Beratung auf einem umfassenden Marktüberblick basiert und nicht durch einzelne Anbieter gesteuert wird.

Das neue Rechtsgutachten des BDVM: Kernaussagen

Das aktuelle Gutachten des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) argumentiert, dass die gesetzliche Verpflichtung des Maklers zur Sachwalterpflicht seiner Kunden eine unabhängige Beratung verlangt. Das bedeutet, dass Makler verpflichtet sind, eine objektive und ausgewogene Marktanalyse vorzunehmen, bevor sie eine Produktempfehlung aussprechen, unabhängig davon, ob sie dafür eine Provision erhalten oder nicht.

Der BDVM verweist darauf, dass eine Provisionszahlung an sich nicht zwangsläufig eine Abhängigkeit begründet, solange der Makler nicht von einzelnen Versicherern gesteuert wird. Das neue Gutachten kritisiert die Position des vzbv, da diese aus Sicht des BDVM eine zu enge und praxisferne Auslegung vornimmt.

Verbraucher- und Marktschutz im Fokus

Die Verbraucherschutzorganisationen argumentieren, dass die provisorische Abhängigkeit durch Versicherungsprovisionen zu Interessenkonflikten führen kann, die Kunden in ihrer Entscheidungsfreiheit beeinträchtigen. Deshalb fordern sie einen Bezeichnungsschutz, der nur noch reine Honorarberater als „unabhängig“ bezeichnen lässt. Der BDVM und viele Branchenvertreter warnen vor einer Entwertung der Maklertätigkeit und sehen in den Abmahnungen und Gerichtsurteilen eine existenzielle Bedrohung für die Branche, weil viele Makler auf die Provisionsvergütung angewiesen sind.

Neues Rechtsgutachten – Laufende Rechtsstreitigkeiten und Ausblick

Die Rechtslage bleibt uneinheitlich und Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren. Während Urteile wie das des Landgerichts Köln Maklern die Unabhängigkeit absprechen, bestätigen andere Gerichte wie das Landgericht Leipzig die Nutzung der Bezeichnung „unabhängig“ unter bestimmten Bedingungen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat beim Oberlandesgericht Dresden Berufung gegen das Leipziger Urteil eingelegt, was die Unsicherheit für Makler und Kunden weiterhin erhöht.

Das Ziel vieler Parteien ist eine rechtliche Klarstellung auf höchster Ebene, idealerweise durch den Bundesgerichtshof oder eine gesetzliche Novellierung. Dies soll verdeutlichen, welche Vermittler sich als unabhängig bezeichnen dürfen und wie Interessenkonflikte zukünftig offenzulegen sind.

Die Unabhängigkeit der Versicherungsmakler ist ein komplexes und kontrovers diskutiertes Thema. Das neue Rechtsgutachten des BDVM stärkt die Position, dass Makler trotz Provisionsvergütung unabhängig im Sinne ihrer gesetzlichen Sachwalterpflicht agieren können. Gleichzeitig bleibt die Diskussion durch unterschiedliche Gerichtsurteile und Verbraucherschutzklagen dynamisch. Für Kunden ist es wichtig, die Beratungs- und Vergütungsmodelle ihrer Makler transparent zu hinterfragen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.

Deep Research - Scoredex

Folgen für Makler-Webseiten und Werbung

Die Folgen des neuen Rechtsgutachtens und der aktuellen Rechtslage zur Unabhängigkeit von Versicherungsmaklern wirken sich direkt auf die Gestaltung von Makler-Webseiten und Werbemaßnahmen aus.

Value Experts Vermögensverwaltungs AG - SCOREDEX Bewertung

Verpflichtung zur Transparenz und Klarheit

Makler-Webseiten müssen künftig sehr transparent und klar kommunizieren, in welchem Umfang die Beratung tatsächlich unabhängig erfolgt. Da die Bezeichnung „unabhängig“ rechtlich umstritten ist, sollten Webseitenbetreiber begründen können, warum sie sich so nennen – beispielsweise durch den Nachweis einer umfassenden Marktanalyse und durch Offenlegung der Vergütungsmodelle (Provisionen, Honorar etc.). Unpräzise und irreführende Aussagen können zu Abmahnungen und rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Anpassung von Werbeaussagen

Werbemaßnahmen, insbesondere Claims wie „unabhängiger Versicherungsmakler“ oder „unabhängige Beratung“, müssen sorgfältig auf rechtliche Zulässigkeit geprüft und mit juristischem Rückhalt versehen sein. Werbematerial darf nicht den Eindruck erwecken, dass Makler völlig provisionsfrei oder neutral sind, wenn Provisionen fließen. Hier ist oft eine differenzierte Formulierung notwendig, die die Unabhängigkeit im Sinne einer gesetzlich vorgeschriebenen umfassenden Sachwalterpflicht betont.

Risiken bei falscher Darstellung

Androhungen oder tatsächliche Abmahnungen durch Verbraucherzentralen oder Wettbewerber nehmen zu, wenn Makler in Werbung oder auf ihrer Website den Begriff „unabhängig“ verwenden, ohne die rechtlichen Voraussetzungen exakt einzuhalten. Dies kann zu Kosten für Abmahnungen, Gerichtskosten und Imageverlust führen.

Rechtliche Prüffristen und Dokumentation

Makler sind gut beraten, ihre Webseite und Werbeinhalte regelmäßig rechtlich prüfen zu lassen. Das neue Rechtsgutachten und die damit verbundenen Urteile legen nahe, dass eine Dokumentation der Marktüberblicke und der Beratungsprozesse auf der Webseite vertrauensbildend wirkt und im Streitfall als Nachweis dienen kann.

Differenzierung im Markt

Schließlich führt die Debatte dazu, dass Makler sich auf ihren Webseiten verstärkt durch Qualitätsmerkmale und explizite Hinweise auf ihre Beratungsprozesse differenzieren müssen. Diese Maßnahmen können helfen, das Vertrauen von Kunden trotz der komplexen Rechtslage zu erhalten und sich gegenüber Wettbewerbern abzugrenzen.

Zusammenfassend verlangen die neuen rechtlichen Anforderungen an die Unabhängigkeitserklärung von Versicherungsmaklern auf Webseiten und in Werbemaßnahmen erhöhte Sorgfalt, transparente Kommunikation sowie eine klare rechtliche Absicherung der Aussagen.

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